Vor- und Nachteile der 60-Minuten-Stunde
Organisatorische Fragen
- » Wie lange dauert die Erprobungsphase?
- » Wie werden die 45-Minuten-Stunden umgerechnet?
- » Was bedeutet das "Quartalsmodell"?
- » An wie vielen Tagen haben die Klassen nachmittags Unterricht?
Wie geht es weiter?
- » Wie werden Eltern und Schüler im Entscheidungsprozess beteiligt?
- » Wie sieht die Kontingentstundentafel für G8 aus, wenn das Modell beibehalten wird?
Was sind die entscheidenden Argumente für 60'?
# Höchstens 6 Unterrichtsfächer pro Tag an langen Tagen
# Alle Stunden werden gleich lang sein
# Bessere Konzentration auf Schüler- und Lehrerseite
# Bessere Vorbereitung auf weniger Lerngruppen pro Tag
# Hausaufgaben für weniger Fächer pro Tag
# Durch weniger Raumwechsel weniger Hektik im Gebäude
# Mehr Ruhe durch weniger Fächer
# Weniger Fächer – leichtere Schultasche !
# Reduzierung der Rüstzeiten – Einsparung bis 180 Min. pro Woche!
Was sind die größten Nachteile?
# Wenige Unterrichtseinheiten pro Woche
# Keine Doppelstunden mehr
# Es muss verschiedene Stundenpläne geben. Entweder A/B-Wochen oder Quartalspläne (s.u.)
# Schüler und Lehrer müssen sich an die Stundenlänge gewöhnen
# Der Stundenaufbau muss überdacht werden
Wie lange dauert die Erprobungsphase?
Die Schulkonferenz hat eine Erprobungszeit bis zum Ende des Schuljahres 2009/10 festgelegt. Im Mai/Juni 2010 muss die Schulkonferenz über das Zeitmodell neu beraten.
Wie werden die 45-Minuten Stunden umgerechnet?
Minutengenau nach folgender Tabelle!
Es muss also nicht befürchtet werden, dass Klassen jetzt statt 30x45-Minuten dieselbe Stundenzahl mit 60-Minuten Unterricht haben.
Da dieses nicht immer ohne Rest aufgeht, gibt es "Quartalspläne".
| Anzahl Stunden 45' | Umrechnung in 60' |
| 2 x 45 = 90 | 1,5 |
| 3 x 45 = 135 | 2,25 |
| 4 x 45 = 180 | 3 |
| 5 x 45 = 225 | 3,75 |
Was bedeutet das Quartalsmodell?
Da wir momentan die vom Kultusministerium vorgegebenen Stundentafeln erfüllen müssen, muss die Gesamtzahl der Unterrichtsstunden im Schuljahr identisch bleiben. Bei den G8-Klassen bekommen die Schulen einen Spielraum zugebilligt, den wir bei Fortsetzung unserer Zeitstruktur ausnutzen können.
Mögliche Stundenaufteilungen auf die Quartale
| 60-Minuten-Stunden | Aufteilung |
| 1,5 |
1 - 2 - 1 - 2 3 - 0 - 3 - 0 2 - 2 - 2 - 0 (nicht mehr ab Kl. 12) |
| 2,25 | 2 - 2 - 2 - 3 |
| 3 | 3 - 3 - 3 - 3 |
| 3,75 | 4 - 4 - 4 - 3 |
Anzahl der Tage mit Nachmittagsunterricht
In dem Schuljahr 2009/10 haben
- die 5. Klasse in drei Quartalen an einem Nachmittag und im vierten Quartal an zwei Nachmittagen Unterricht.
- die 6. Klassen an zwei Nachmittagen Unterricht.
- die 7. Klassen an einem Nachmittag Unterricht.
- die 8. Klassen an einem Nachmittag - im vierten Quartal an zwei Nachmittagen Unterricht.
- die 9. Klassen an zwei Nachmittagen - ab dem zweiten Quartal an drei Nachmittagen Unterricht.
- die 10. Klassen an drei Nachmittagen Unterricht.
- die Oberstufe an vier oder fünf Nachmittagen Unterricht.
Beteiligung der Eltern und Schüler
Im März 2010 ist eine Befragung aller am Schulleben Beteiligten vorgesehen. Die Ergebnisse werden der Schulkonferenz vorgelegt.
In der Schulkonferenz sind jeweils 12 Vertreter der Eltern, Schüler und aus dem Kollegium vertreten. Dieses Gremium entscheidet über die Fortsetzung der Zeitstruktur.
[Anmerkung: Planungsstand - Beginn des Schuljahres]
Kontingentstundentafel G8
Das ist momentan noch nicht festgelegt und hängt von weiteren Diskussionen ab. Das Kultusministerium hat für G8 sogenannte "Kontingentstundentafeln" vorgegeben. Das bedeutet z.B., dass die Fächer Biologie, Physik und Chemie in den Klassenstufen 7 bis 9 zusammen 16 Stunden (a' 45 Minuten) haben müssen. Wie diese Stunden auf die Fächer und Jahrgänge aufgeteilt werden, ist nicht festgelegt.
Bis zum Ende des Schuljahres wird es einen Vorschlag hierfür geben.