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Nelson Mandela

Gruppe: Marc Lichtenstein, Antje Scharenberg, Friederike Fokuhl

Wenn man sich einen Namen für unsere Schule überlegt, sollte man sich zunächst darüber im Klaren sein, was dieser für Konsequenzen mit sich bringt. Eine genaue Erfassung und Kenntnis des Namens und gegebenenfalls der Person ist unbedingt notwendig. Man benötigt eine Grundidee, die jeder nachvollziehen kann und nicht eine Person, die nachzuahmen ist. Auch Zeitlosigkeit ist wichtig, denn Schüler der nachfolgenden Generationen sollen ebenfalls einen Bezug zum Namen herstellen können. Für unsere Schule ist es zudem wichtig nicht zu sehr in eine Richtung zu lenken. Warum ein Naturwissenschaftler, warum ein Schriftsteller, ein Philosoph. Sollten wir nicht vermeiden uns einzuschränken und jedem Schüler die Möglichkeit geben seine Persönlichkeit frei zu entfalten?
Wir müssen uns also die Frage stellen, was brauchen wir in unserer Welt, was brauchen wir an unserer Schule. Jeder kennt den Streit mit seinem Nachbarn, doch dieses Problem lässt sich globalisieren. Streit finden wir nicht nur vor der eigenen Haustür, sondern deutschlandweit, weltweit. Was wir also im Zeitalter von Glaubenskriegen, Terrorismus und allgemeinem Misstrauen brauchen ist Versöhnung!

Nun soll es jedem Schüler ermöglicht werden dieses Thema zu verinnerlichen und zu verstehen. Ein besonderer Mensch, der anderen verziehen hat, ist Nelson Mandela. Was tat dieser Mann, das ihn so sehr von anderen unterscheidet?
Geboren am 18. Juli 1918 setzte sich Mandela schon in jungen Jahren im ANC (African National Congress) für die Gleichberechtigung und Menschenrechte der schwarzen und weißen Bevölkerung in Südafrika ein. Er war zunächst Vertreter des absoluten Gewaltverzichts. Als 1960 in Sharpeville jedoch unbewaffnete Demonstranten erschossen und Anti-Apartheid-Gruppen verboten wurden, sah auch er die Notwendigkeit im Kampf gegen die Apartheid Gewalt anzuwenden. In einem folgenden Prozess, in dem er u.a. angeklagt war an Sabotageakten beteiligt gewesen zu sein, wurde er als Anführer des bewaffneten Flügels des ANC zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Hieraus ergibt sich allerdings eine Frage, die heute ebenso bedeutend ist wie damals: Ist ein gewaltsames Vorgehen gegen eine Regierung, die einem Großteil der Bevölkerung die Bürgerrechte verweigert als Terrorismus oder Befreiungskampf zu bezeichnen? Obwohl er also jahrelang aufgrund guter Absichten( u.a. die Beseitigung der Rassentrennung) inhaftiert war, reichte er nach seiner Entlassung den Menschen die Hand und leitete die Umgestaltung des Staates. Die Idee der Versöhnung und Zusammenkunft realisierte Nelson Mandela mit der Gründung der Wahrheitskommission 1992. Als erster schwarzer Präsident Südafrikas führte der heute 87-Jährige die Menschen weg von Apartheid und Minderheitenherrschaft und gewann weltweiten Respekt für nationale und internationale Versöhnung. Dass er 1993 zusammen mit F.W. Clark den Friedensnobelpreis verliehen bekam, bestätigt nur, dass Nelson Mandela das Motiv der Versöhnung vertritt wie kein anderer. Bis heute engagiert er sich als Gründer der Nelson Mandela Foundation im Kampf gegen Aids und für mehr Bildung in Afrika.

Die genannten Gründe sprechen stark dafür unser Gymnasium nach diesem Mann, der sich so selbstlos sozial engagiert, zu benennen. Allerdings stellt sich noch die Frage: warum muss es ausgerechnet ein Afrikaner sein, der unsere Schule repräsentieren soll? Ein regionaler Bezug kann so scheinbar kaum hergestellt werden. Nun, diese Frage erübrigt sich, wenn man Mandelas Lebenslauf betrachtet. Sein größtes Ziel war es, Rassentrennung zu bekämpfen und die Menschen dazu zu bringen sich die Hand zu reichen. Jetzt ist es an uns die Tore zur Welt zu öffnen, indem wir ihr Toleranz und Versöhnung entgegenbringen.

Das Nelson- Mandela- Gymnasium Mölln wäre dazu ein erster wegweisender Schritt.