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Marion Dönhoff


Unbenanntes Dokument

„Denkt nicht nur an das eigene Leben, denn jeder von uns ist für das Ganze mitverantwortlich.
Die Gesellschaft kann nicht besser sein als die Summe ihrer Bürger.”

Aus der Ansprache an die Abiturienten des Liceum Marion Dönhoff, Mikolajki, Polen
Marion Dönhoff, 2001

„Ein widerständiges Leben“

Marion Gräfin Dönhoff - Widerstandskämpferin Journalistin

(Zusammengestellt von Ulrike Kilpert und Helmut Kempf)

In der polnischen Stadt Mikolajki, sie liegt in Masuren, im früheren deutschen Ostpreußen und hieß damals Nikolaiken, gibt es ein Gymnasium, das seit 1994 den Namen von Marion Dönhoff trägt. - Es ist übrigens die einzige Schule in Polen, die nach einer Deutschen benannt wurde. - Anlässlich dieser Namensgebung hielt Marion Dönhoff selbst eine kleine Ansprache, in der sie unter anderem sagte:

„ Es ist ein eigenartiges Gefühl, hier zu stehen und zu denken, dass diese Schule, in der junge Menschen für ihr Leben und hoffentlich zum Nutzen der Gemeinschaft erzogen werden, nun meinen Namen tragen wird.

Ich bewundere den Mut derjenigen, die diese Entscheidung getroffen haben. Als ich zum ersten Mal von dem bevorstehenden Entschluss gehört habe, war ich ganz erschrocken. Erschrocken über die große Ehre, aber auch über die Verantwortung, die dies bedeutet.

Ich denke, man sollte für eine so wichtige Sache wie die Bestimmung des Namens nicht den eines lebenden Menschen wählen (man weiß ja nicht, was der noch alles anstellen wird), sondern lieber auf Nummer Sicher gehen und einen Toten auf solche Weise zum Signum bestimmen. Aber der Mut der Entscheidungsträger war stärker als meine Bedenken.“

Anstellen kann Marion Dönhoff nichts mehr – leider kann man in diesem Fall sagen. Sie starb im März 2002. Wir können damit jedoch - wie Marion Dönhoff es nennt - auf „Nummer Sicher gehen“, was die Namensgebung betrifft, und uns auf das beziehen, was Sie in Mikolajki auch sagte: Man sollte „.. lieber den Namen eines Toten als Signum bestimmen“, was doch heißen soll: Mit dem Namen ein Zeichen setzten.“

Das heißt aber der Frage nachgehen, wofür der Name Marion Dönhoffs steht, welches Zeichen er als Schulname geben soll, bzw. wir damit geben wollen.

Wer also war diese Frau, die sich selbst durchaus auf die Schippe nehmen konnte und doch für ihre Werte und Normen hoch geachtet und respektiert und für ihre Arbeit und Haltung vielfach geehrt, ja verehrt und ausgezeichnet wurde, u. a. mit 6 Ehrendoktorwürden, dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels (1971), mindestens 17 weiteren Preisen und Medaillen, der die Ehrenbürgerschaft Hamburgs verliehen wurde, wie auch der Titel Professor honoris causa der Universität Hamburg.

Wir wollen versuchen, Ihnen die Person Marion Dönhoff etwas näher zu bringen.

Am 2. Dezember 1909 wird Marion Gräfin Dönhoff auf dem Familienbesitz Schloss Friedrichstein in Ostpreußen geboren. Ihr Vater, August Karl Graf Dönhoff , ist ein Mitglied des Preußischen Herrenhauses und Reichstagsabgeordneter, ihre Mutter Ria von Lepel eine Palastdame der Kaiserin Auguste Viktoria. Marion Gräfin Dönhoff wächst behütet als viertes Kind in einer halb feudalen Gesellschaft auf.Schon sehr früh empfindet sie trotz ihrer adligen Herkunft eher Sympathie für die 1918 ausgerufene Republik als für das Kaiserreich. Mit 15 Jahren setzt Marion Dönhoff es gegen den Widerstand ihrer Familie durch, zunächst nach Potsdam auf ein Lyzeum zu gehen und anschließend auf ein Jungengymnasium nach Berlin. Dort macht sie 1928 als einziges Mädchen unter 18 Jungen ein brillantes Abitur.

Nach Aufenthalten in Amerika und Ostafrika beginnt sie 1929 das Studium der Volkswirtschaft in Frankfurt. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten zeigt Marion Dönhoff öffentlich ihre Ablehnung gegen das NS-Regimes. Sie versucht die Hakenkreuzfahne vom Dach der Universität zu entfernen und reißt Plakate, die Dozenten als Juden und Linke anprangern, von den Wänden. Sie verteilt Flugblätter gegen die Nationalsozialisten und wird wegen ihrer Sympathien für die Linken auch die „rote Gräfin“ genannt. Um einer Verfolgung zu entgehen, wechselt sie nach Basel . Dort promoviert sie 1935 mit „summa cum laude“ mit einer Arbeit über das Zustandekommen und die Bewirtschaftung des Großgrundbesitzes ihrer Familie in Ostpreußen.

1937 kehrt sie nach längeren Auslandsaufenthalten in Ostafrika nach Ostpreußen zurück, wo sie sich in die Verwaltung der Familiengüter einarbeitet. Nach Kriegsausbruch 1939 und Einzug ihres älteren Bruders Heinrich übernimmt Marion Gräfin Dönhoff allein die Gutsverwaltung.

Neben ihrer Tätigkeit als Gutsverwalterin und Pflegemutter zweier verwaister Neffen (beide sind im Krieg gefallen) stellt sie sich schon bald nach Kriegsbeginn in den Dienst der Widerstandsbewegung gegen Hitler. Sie gehört zum „Kreisauer Kreis“ um Graf von Moltke, Peter Graf Yorck, sowie Heinrich Graf Lehndorff. Dieser Kreis ist der zivile Arm der Hitler-Attentäter vom 20. Juli. Der Kreis um Oberst Graf Stauffenberg ist der militärische Arm, der mit der Planung des eigentlichen Attentats befasst war. Marion Gräfin Dönhoffs Hauptaufgabe bestand im Herstellen von Kontakten zwischen Ostpreußen und Berlin, auch war sie damit beauftragt, ausländischen Diplomaten in der Schweiz Mitteilungen zukommen zu lassen. Als einzige Frau im Kreisauer Kreis beteiligte sie sich konkret an den Planungen für die staatliche Neuordnung Deutschlands nach der erhofften Beendigung der Nazi- Diktatur. Nach dem Scheitern des Attentats vom 20. Juli 1944 gerät sie selbst in Bedrängnis, obwohl zunächst keine direkte Spur zu ihr führt. Das liegt hauptsächlich daran , dass sie davon ausgeht, im Deutschland nach Hitlers Sturz weiter auf Schloss Friedrichstein verantwortlich zu sein und sich deshalb wohl nicht auf die Liste der später zu übernehmenden Posten setzen lässt. Durch den Verrat eines Onkels, der ein überzeugter Nazionalsozialist ist und bereits seit 1943 ihre Post bespitzeln lässt, gerät sie doch in das Visier der Gestapo. Nur einigen glücklichen Zufällen, unter anderem der Aussage eines Kutschers auf dem Gut, der auf Nachfrage der Gestapo wahrheitsgemäß aussagt, die Herren, die die Komtess besuchten, namentlich nicht zu kennen, hat sie es zu verdanken, nicht genau so wie ihre Freunde, den Einsatz für den Widerstand in Deutschland mit dem Leben bezahlen zu müssen.

Ende Januar 1945, beim Einmarsch der sowjetischen Truppen in Ostpreußen, muss Marion Dönhoff die Güter in verlassen und in den Westen fliehen. Schloss Friedrichstein, auf welchem ihre Familie mehr als dreihundert Jahre gelebt und gewirkt hat, wird im Laufe der Kriegshandlungen völlig zerstört.

Am 20.Juli1945, also kurz nach Kriegsende und dem ersten Jahrestag des Attentats auf Hitler, veröffentlicht sie eine Dokumentation über ihre Freunde vom 20 Juli. Sie will damit die Rolle dieser Widerstandsbewegung in ein historisch richtiges Licht rücken und der Verfälschung durch die Nazi-Propaganda, aber auch der herabwürdigenden Kommentierung des deutschen Widerstandes durch die englische Regierung und Presse, entgegenwirken. Ihre Dokumentation findet bei den Briten keine Beachtung.

Im Oktober 1945 reist sie nach Nürnberg, um den Nürnberger Prozessen beizuwohnen. Sie kritisiert das einseitige Deutschlandbild der Alliierten, das die Existenz eines deutschen Widerstands vollkommen leugnet.

1946 fällt der Redaktion der Hamburger Wochenzeitung DIE ZEIT die Dokumentation Marion Dönhoffs über den 20. Juli zufällig in die Hände. Die Mitarbeiter der Redaktion sind so beeindruckt, dass sie die Gräfin sofort als freie Mitarbeiterin aufnehmen. Sie wird bekannt für ihre kritischen Artikel. Überwiegend basieren diese auf ihren Erfahrungen im Widerstand, dem Verlust der Heimat und dem Wunsch nach Frieden und internationaler Zusammenarbeit.

Ihr Leben im Nachkriegsdeutschland ist von der Arbeit bei der Wochenzeitung DIE ZEIT bestimmt. 1955 wird sie zur Ressortleiterin für Politik und stellvertretenden Chefredakteurin ernannt, 1968 zur Chefredakteurin DER ZEIT. Ab 1972 wird sie auch deren Herausgeberin.

Sie tritt als scharfe Kritikerin der Politik Konrad Adenauers auf, die ihr zu stark westorientiert erscheint und viel zu wenig an der Einheit Deutschlands interessiert.Sie setzt setzt sich für eine versöhnende Ost-Politik und die deutsche Wiedervereinigung ein. In Anerkennung ihres unermüdlichen Einsatzes für diese Versöhnung zwischen Ost und West lädt Bundeskanzler Willy Brandt Marion Dönhoff 1970 ein, ihn zur Unterzeichnung des Warschauer Vertrages zu begleiten. Vor dem Hintergrund der persönlichen Verluste in Ostpreußen sagt sie mit großem Bedauern ab. Willy Brandt bringt ihrem Entschluss tiefen Respekt entgegen.

Um ihr großes Anliegen, den Austausch und die Versöhnung zwischen „Ost und West“ zu fördern und voranzutreiben, gründet sie 1988 eine eigene Stiftung. Diese ermöglicht jungen Menschen für einige Zeit in Deutschland studieren oder arbeiten zu können. Finanziert wird diese Stiftung aus den Einnahmen aus Marion Dönhoffs Büchern und sonstigen öffentlichen Auftritten. Ihrem Wusch entsprechend wird die Stiftung als Alleinerbin benannt.

Neben ihrer Arbeit bei DER ZEIT verfasst sie eine Vielzahl von Publikationen und Büchern. Besonders hervorzuheben sind darunter :

  • Namen, die keiner mehr nennt: Ostpreußen, Menschen und Geschichte,
  • Darin berichtet sie über ihre Flucht 1945
    Mit diesem Buch erreicht sie auch die breite Öffentlichkeit.

1976 Menschen, die wissen worum es geht.
Darin legt sie am Beispiel von 17 Persönlichkeiten die politischen Auswirkungen auf das Leben der Menschen zwischen den Jahren 1916 und 1976 dar.

  • Amerikanische Wechselbäder. Kommentare zu 40 Jahren amerikanischer Außen- und Innenpolitik

1988 Kindheit in Ostpreußen
ist eine autobiographische Schrift, in der sie ihre Kindheit und Jugend schildert.

1991 Polen und Deutsche.
Darin befasst sie sich mit dem schwierigen bilateralen Verhältnis zwischen den beiden Ländern.

  • Um der Ehre willen. Vor dem Hintergrund ihrer persönlichen Erlebnisse und Beziehungen zu den Attentätern vom 20. Juli zeichnet sie die geschichtlichen Abläufe bis zum gescheiterten Attentat nach.

1997 Zivilisiert den Kapitalismus. Grenzen der Freiheit
Hierin setzt sie sich kritisch auseinander mit der Marktwirtschaft und ihren Auswüchsen

In weiteren Büchern beschreibt und kommentiert sie die jüngste deutsche Geschichte nach 1945 und die Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland bis zur Einheit. In bewundernswerter Weise und mit einzigartiger Konsequenz – und das über fünfzig Jahre - begleitet sie publizistisch Zeitgeschichte mit Mahnungen, Nachdenklichkeit, konkreten Forderungen und Vorschlägen.

Am 11. März 2002 stirbt sie im Kreis ihrer Familie.

Wir sind der Meinung, dass das Möllner Gymnasium mit dem Namen Marion Dönhoffs, der großen „alten Dame der deutschsprachigen Publizistik“, wie sie auch genannt wurde, eine Namensgeberin erhält, die Zeit ihres Lebens an den Menschen interessiert war, besonders an den heranwachsenden Menschen, weil diese die Zukunft und damit den Wandel einer Gesellschaft darstellen.

Besonders deutlich wird das an Passagen aus der Rede, die sie anlässlich der Namensgebung des Lahnsteiner Gymnasiums hält, das nach ihr benannt wird und wo sie sagt:

„ Wir leben heute in einer Epoche unbegrenzter Freiheit im Rahmen des marktwirtschaftlichen Systems, in dem der Wettstreit darüber entscheidet, wer überlebt. Der Motor des Wettstreits ist aber der Egoismus, und darum ist für jedermann die Versuchung, fünfe gerade sein zu lassen sehr groß. Die Versuchung nämlich, es mit der Steuer, mit den Gesetzen, mit den Methoden gegenüber der Konkurrenz nicht so genau zu nehmen.

Wie wünsche ich mir denn in einer solchen Zeit die Schüler dieser Schule? Ich würde mir wünschen, dass sie bereit sind, Verantwortung für die Gemeinschaft zu übernehmen, also nicht nur ans eigne Geld Verdienen zu denken und zu meinen, für den Rest solle der Staat aufkommen. Nicht nur die Regierungen tragen Verantwortung - nein, jeder einzelne Bürger ist für das Ganze mitverantwortlich.“

Und weiter fährt sie fort:

„. .. ich hoffe, dass Sie Toleranz ganz wichtig nehmen, denn nur wer tolerant ist, verfällt nicht in Arroganz und Überheblichkeit, sondern prüft des anderen Meinung, auch wenn er zunächst meint, die seine sei die einzig richtige.

Und ich hoffe, dass Sie liberal sein werden und weltoffen. Der Bürger soll offen sein für Veränderungen, denn Geschichte ist ein Prozess und kein Zustand. Und er soll, was ihm fremd erscheint, nicht als Häresie verdammen. Wer Liberalität bewusst praktiziert, wird nicht dem Ideologen glauben, der sein System als Schlüssel zum Glück und Gerechtigkeit anpreist.“

Wenn wir uns anhand dieser Worte von Marion Dönhoff ansehen, wofür das Möllner Gymnasium mit seinem Schulprogramm stehen will, werden wir feststellen, dass sich die Werte, um die es Marion Dönhoff ging , darin wiederfinden lassen.

Toleranz und Liberalität – im zitierten Sinne - , die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, waren die Leitideen und -begriffe, nach denen Marion Gräfin Dönhoff exemplarisch lebte. Sie waren das Credo ihrer publizistischen Tätigkeit, und dafür wurde sie- wie schon zu Anfang gesagt - vielfach ausgezeichnet und geehrt. Dieses Denken, Tun und Handeln wollen wir gern durch ihren Namen mit unserer Schule verbunden sehen.

Für unsere Schule könnte er darüber hinaus Anstoß geben zur Bildung eines Netzwerks (oder Verbundes) der Dönhoff-Schulen. Davon gibt es nach unserer Kenntnis bereits zwei in Deutschland und die erwähnte in Mikolajken/Polen. Diese Schulen könnten zu einem Ideenaustausch zu laufenden Projekten zusammenfinden, sich gegenseitig beraten und Anregungen geben – So kümmert sich z B. die Realschule in Brühl-Ketsch besonders um begabte Aussiedlerkinder, unterstützt Straßenkinder in Tansania und pflegt eine Partnerschaft mit Burkina Faso. - Wir könnten entsprechende gemeinsame Projekte unterstützen in der dritten Welt, gemeinsame Aktionen dafür initieren und dabei versuchen, Grenzen zu überwinden: Grenzen der Nationalität, der Religion und Hautfarbe und damit gelebte Beispiele geben für Toleranz, Liberalität und Verantwortungsbewußtseins.

Ob wir dem immer gerecht werden, steht auf einem anderen Blatt, aber wir können es versuchen und immer wieder als neuen Ansporn nehmen.

Darum: Diese Schule soll den Namen Marion Dönhoff-Gymnasium Mölln tragen.

„ Man muss Verantwortung übernehmen!“

„Denkt nicht nur an das eigene Leben, denn jeder von uns ist für das Ganze mitverantwortlich. Die Gesellschaft kann nicht besser sein als die Summe ihrer Bürger.”

Aus der Ansprache an die Abiturienten des Liceum Marion Dönhoff, Mikolajki, Polen
Marion Dönhoff, 2001

Auszeichnungen .a.:
Ehrendoktorwürden des Smith-College, MA (62), der Columbia University New York (82), der New School for Social Research, New York (87), der Georgetown University Washington, der Nikolaus-Kopernikus-Universität in Torún (91), der Universität Birmingham (99) und der Universität Kaliningrad (99);

Joseph-E.Drexel Preis (64), Theodor-Heuss-Preis (66), Friedenspreis des Deutschen Buchhandels (71), Erasmus-Preis (79), Ehrensenator der Universität Hamburg (82), Goldplakette der Gewerkschaft der Polizei (82), Wolfgang-Döring-Medaille (84), Preis der Louise-Weiss-Stiftung (85), Heinrich-Heine-Preis (88), Kulturpreis der Stadt Herdecke (93), Brücke-Preis Görlitz (93), Professor honoris causa der Universität Hamburg (94), Roosevelt-Freiheitspreis (94), Reinhold Maier-Medaille (95), Erich-Kästner-Preis (96), Bruno-Kreisky-Preis (99), Georg-Dehio-Preis Danzig (99), Ehrenbürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg (99), Hermann-Sinsheimer-Preis (99), Europäischer St.-Ulrichs-Preis (00).

MGD war u.a. Mitglied der Freien Akademie der Künste in Hamburg, Ehrenmitglied der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, die sie mit begründet und als Vizepräsidentin bis 1981 geleitet hatte, Honorary Trustee des Aspen Institutes, Mitglied des PEN-Zentrums Ost und West, Vorsitzende des Deutschen Polen Instituts Darmstadt.


Bibliographie

Buchveröffentlichungen von Marion Gräfin Dönhoff

Namen, die keiner mehr nennt.
Ostpreußen – Menschen und Geschichte
Düsseldorf 1962, Diederichs Verlag

Die Bundesrepublik in der Ära Adenauer.
Kritik und Perspektiven
Hamburg 1963, rowohlt Verlag

Reise in ein fernes Land.
Bericht über Kultur, Wirtschaft und Politik in der DDR
Hamburg 1964 (Mitautorin), rowohlt Verlag

Deutsche Außenpolitik von Adenauer bis Brandt.
25 Jahre miterlebt und kommentiert
Hamburg 1970, rowohlt Verlag

Menschen, die wissen, worum es geht.
Politische Schicksale 1916 – 1976
Hamburg 1976, Hoffmann & Campe

Von Gestern nach Übermorgen.
Zur Geschichte der Bundesrepublik
München 1981, dtv

Deutschland Deine Kanzler.
Die Geschichte der Bundesrepublik vom Grundgesetz zum Einigungsvertrag
München 1981 (Goldmann) und ergänzte Neuauflage 1999, (Siedler)

Amerikanische Wechselbäder.
Beobachtungen und Kommentare aus vier Jahrzehnten
Stuttgart 1985, DVA

Weit ist der Weg nach Osten.
Berichte und Betrachtungen aus fünf Jahrzehnten
Stuttgart 1985, DVA

Preußen – Maß und Maßlosigkeit
Berlin 1987, Siedler

Der südafrikanische Teufelskreis.
Reportagen und Analysen aus drei Jahrzehnten
Stuttgart 1987. DVA

Kindheit in Ostpreußen
Berlin 1988, Siedler

Bilder die langsam verblassen.
Ostpreußische Erinnerungen (Mit Fotos von Wladimir Federenko)
Berlin 1989, Siedler

Gestalten unserer Zeit.
Politische Portraits
(Neuauflage von „Menschen die wissen worum es geht”)
Stuttgart 1990, DVA

Polen und Deutsche. Die schwierige Versöhnung.
Betrachtungen aus drei Jahrzehnten
Frankfurt a.M. 1991, Luchterhand

Ritt durch Masuren (Mit Fotos von Dietrich Weldt)
Leer 1992, Rautenberg

Weil das Land sich ändern muß.
Manifest I
Reinbek 1992 (Mitautorin), rowohlt

Weil das Land Versöhnung braucht.
Manifest II
Reinbek 1993, rowohlt

Um der Ehre willen.
Erinnerungen an die Freunde vom 20. Juli
Berlin 1994, Siedler

Zivilisiert den Kapitalismus.
Grenzen der Freiheit
Stuttgart 1997, DVA

Der Effendi wünscht zu beten.
Reisen in die vergangene Fremde
Berlin 1998 , Siedler

Die neue Mittwochsgesellschaft
(Hg.): Gespräche über Probleme von Bürger und Staat
Stuttgart 1998, DVA

Menschenrecht und Bürgersinn
(Hg.) Die neue Mittwochsgesellschaft Bd. 2
Stuttgart, 1999, DVA

Macht und Moral – Was wird aus der Gesellschaft?
Köln 2000, Kiepenheuer & Witsch

Vier Jahrzehnte politischer Begegnungen
(Neuauflage von „Gestalten unserer Zeit”)
München, 2001, Orbis Verlag

Sekundärliteratur

Schwarzer, Alice:
Marion Dönhoff, Ein widerständiges Leben
Köln 1996, Kiepenheuer & Witsch

Janssen, Karl-Heinz:
Die Zeit in der ZEIT. 50 Jahre einer Wochenzeitung
Hamburg 1996, rowohlt

Von Kuenheim, Haug:
Marion Dönhoff – Monographie
Hamburg 2000, rowohlt

Marion Dönhoff.
Was mir wichtig war.
Letzte Aufzeichnungen und Gespräche
Hg. Kuenheim/Sommer
Berlin 2002, Siedler

Friedrich Dönhoff:
Die Welt ist so, wie man sie sieht
Hamburg 2002, Hoffmann & Campe

Ein wenig betrübt, Ihre Marion.
Ein Briefwechsel aus fünf Jahrzehnten
Marion Gräfin Dönhoff und Gerd Bucerius
Berlin 2003, Siedler

Marion Gräfin Dönhoff:
Reisebilder
Fotografien und Texte aus vier Jahrzehnten
Hg. Friedrich Dönhoff
Hamburg, 2004, Hoffmann und Campe

Tatjana Gräfin Dönhoff
Jo Röttger
Weit ist der Weg nach Westen
Berlin, 2004, Nicolai-Verlag

Haug von Kuenheim
Hans J. Kürtz
Eine Bildreise, Ostpreußen.
Auf den Spuren von Marion Gräfin Dönhoff
Hamburg, 2004, Ellert & Richter